eigenART – Kartenset

Bald erhältlich!!

Ausführliche Anleitung und Einsatzmöglichkeiten

eigenART ist ein Kartenset, das dazu einlädt, Eigenschaften, innere Anteile, Rollen und Dynamiken sichtbar zu machen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Die Karten können in Einzelarbeit, Beratung, Coaching, Therapie, Supervision sowie in Teams und Systemen eingesetzt werden. Dabei geht es nicht darum, Menschen oder Verhaltensweisen eindeutig einzuordnen. Vielmehr können die Karten dabei helfen, Wahrnehmungen zu sortieren, Zusammenhänge zu erkennen und neue Blickwinkel zu entwickeln.

Es gibt dabei kein festes Richtig oder Falsch. Welche Bedeutung eine Karte bekommt, hängt immer von der jeweiligen Person, Situation und Fragestellung ab.

Wie kann mit eigenART gearbeitet werden?

Die Karten können intuitiv oder gezielt ausgewählt werden. Einzelne Karten können betrachtet, mehrere Karten miteinander verglichen oder in Beziehung gesetzt werden.

Mögliche Arbeitsweisen sind zum Beispiel:

  • Karten auswählen, die aktuell besonders passend erscheinen
  • Eigenschaften, Anteile oder Rollen sortieren
  • Karten priorisieren
  • Karten gegenüberstellen
  • Karten im Raum positionieren
  • Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen Karten sichtbar machen
  • Karten bestimmten Personen, Lebensphasen oder Situationen zuordnen
  • Veränderungen im Verlauf eines Prozesses darstellen
  • Karten ergänzen, austauschen oder bewusst weglassen

Die Karten können dabei sowohl Ausgangspunkt eines Gesprächs als auch Teil eines bereits laufenden Reflexionsprozesses sein.

Arbeit mit Einzelpersonen

In der Arbeit mit Einzelpersonen können die Karten dabei unterstützen, unterschiedliche Seiten der eigenen Persönlichkeit wahrzunehmen und differenzierter zu betrachten.

Dabei können zum Beispiel folgende Themen in den Blick genommen werden:

Welche Eigenschaften oder inneren Anteile sind besonders präsent?
Welche werden als hilfreich erlebt, welche eher als herausfordernd?
Welche Seiten von mir zeige ich häufig und welche eher selten?
Welche Anteile bekommen viel Raum – und welche kaum?
Welche Eigenschaften unterstützen mich in bestimmten Situationen?
Welche stehen mir manchmal im Weg?

Auch biografische Zusammenhänge können mithilfe der Karten betrachtet werden. Manche Eigenschaften oder inneren Anteile begleiten uns schon lange, andere entwickeln sich erst im Laufe unseres Lebens.

So kann gemeinsam erkundet werden, welche Erfahrungen, Beziehungen oder Lebensphasen bestimmte Seiten geprägt haben und welche Bedeutung sie heute noch haben.

Biografische Arbeit

Die Karten können dazu genutzt werden, Entwicklungen im eigenen Lebenslauf sichtbar zu machen.

Dabei kann zum Beispiel betrachtet werden:

Welche Eigenschaften waren schon früh vorhanden?
Welche sind im Laufe meines Lebens hinzugekommen?
Welche erkenne ich aus meiner Familie oder meinem Umfeld wieder?
Welche Eigenschaften waren in bestimmten Lebensphasen besonders wichtig?
Welche haben vielleicht einmal geschützt oder geholfen, sind heute aber nicht mehr in jeder Situation hilfreich?

Gerade hier kann es hilfreich sein, Eigenschaften nicht vorschnell als positiv oder negativ zu bewerten.

Ein Verhalten oder Anteil, der heute als schwierig erlebt wird, kann in einer früheren Situation einmal eine wichtige Funktion gehabt haben.

Arbeit mit Teams und Systemen

Auch in Teams, Gruppen und anderen Systemen können die Karten genutzt werden, um Rollen, Eigenschaften und Dynamiken sichtbar zu machen.

Dabei können beispielsweise folgende Fragen entstehen:

Welche Eigenschaften sind in unserem Team besonders stark vertreten?
Welche Rollen übernehmen einzelne Personen?
Was ergänzt sich gut?
Wo entstehen Spannungen?
Welche Eigenschaften fehlen möglicherweise?
Wer übernimmt Verantwortung, wer vermittelt, wer sorgt für Struktur, wer hinterfragt?
Was verändert sich, wenn eine Rolle wegfällt oder von jemand anderem übernommen wird?

Die Karten können dabei helfen, komplexe Dynamiken zu vereinfachen und besprechbar zu machen, ohne sie vorschnell zu bewerten.

Gerade in Teams kann es spannend sein, unterschiedliche Wahrnehmungen nebeneinanderzustellen. Nicht jede Person erlebt Rollen und Dynamiken gleich. Diese Unterschiede können wiederum Ausgangspunkt für neue Gespräche und Perspektiven sein.

Eigenschaften sind nicht einfach gut oder schlecht

Ein zentraler Gedanke von eigenART ist, Eigenschaften, Anteile und Rollen nicht vorschnell in „gut“ oder „schlecht“ einzuteilen.

Ihre Wirkung verändert sich je nach Situation, Beziehung und Kontext.

Eine Eigenschaft kann in einer Situation hilfreich und stärkend sein und in einer anderen herausfordernd wirken. Durchsetzungsfähigkeit kann beispielsweise Klarheit schaffen, aber auch als dominant erlebt werden. Vorsicht kann schützen, aber manchmal auch Entwicklung verhindern.

Die Karten laden deshalb dazu ein, neugierig zu fragen:

Wann ist diese Eigenschaft hilfreich?
Wann wird sie schwierig?
Wofür könnte sie gut sein?
Und was braucht es, damit sie einen passenden Platz bekommt?

Kein festes Vorgehen

Die beschriebenen Einsatzmöglichkeiten sind Anregungen und keine feste Anleitung.

eigenART ist bewusst offen gestaltet. Je nach Situation, Fragestellung und Zielgruppe können völlig unterschiedliche Arbeitsweisen entstehen.

Manchmal reicht eine einzelne Karte für ein Gespräch.
Manchmal entsteht aus vielen Karten ein komplexes Bild.
Manchmal werden Karten sortiert, verschoben oder ausgetauscht.
Manchmal entwickelt sich spontan eine ganz neue Idee.

Diese Offenheit ist ausdrücklich gewollt.

Die Situation bestimmt die Methode – nicht die Methode die Situation.

Für wen eignet sich eigenART?

eigenART kann sowohl zur persönlichen Reflexion als auch im professionellen Kontext eingesetzt werden, zum Beispiel in:

Coaching · Beratung · Therapie · Supervision · Traumapädagogik · Teamarbeit · Fortbildungen · Gruppenprozessen · Selbsterfahrung

Die Karten können dabei helfen, Worte für etwas zu finden, das bisher vielleicht nur als Gefühl, Eindruck oder diffuse Wahrnehmung vorhanden war.

Zum Abschluss

eigenART lädt dazu ein, neugierig hinzuschauen, Unterschiede wahrzunehmen und Zusammenhänge neu zu entdecken.

Nicht mit dem Ziel, etwas vorschnell zu verändern oder zu bewerten, sondern zunächst zu verstehen:

Was ist da?
Wie wirkt es?
Woher könnte es kommen?
Und welchen Platz soll es heute bekommen?

Weiter Fragen oder Anregungen? Kontaktieren Sie mich gerne